Die meisten Leute assoziieren mit dem Waldviertel ein Klima, welches man mit wenigen Worten beschreiben kann: kühl, rau, wechselhaft, aber erfrischend angenehm. Tatsächlich ist es bei uns im Waldviertel - verglichen mit anderen Gegenden Österreichs auf gleicher Seehöhe (zB. Alpenvorland) - im Schnitt eine Spur frischer, dafür aber auch ein wenig trockener.  Früh- und Spätfröste sind typisch für das Waldviertel; in manchen Senken, wo sich die Kaltluft optimal sammeln kann, ist selbst im Hochsommer ab und zu zumindest Bodenfrost möglich. Weiters ist unser Klima relativ sonnig, im Österreichvergleich liegen wir sogar im oberen Spitzenfeld. Davon merkt man speziell von Oktober bis Februar oftmals nichts, denn da ersticken weite Teile des Waldviertels förmlich im Nebel, nämlich dann, wenn sich im Alpenvorland eine Südföhnlage und im Waldviertel damit eine meist recht kalte Südostströmung einstellt. Nur die höchsten Regionen im Frei- und Weinsberger Wald schaffen es dann noch manchmal, aus der Nebelsuppe herauszuragen. Das markante Raueisereignis Anfang Dezember 2014, bei dem viele Wälder in Mitleidenschaft gezogen wurden, ist etwa auf so eine nebelige Südostlage zurückzuführen, zusätzlich nieselte es damals auch, sodass sich eine dicke Eisschicht auf den Bäumen ablagern konnte. Klart es im Winter dann doch einmal auf, wird es rasch teils bitterkalt: aufgrund der vielen Senken, die für das Sammeln von Kaltluft prädestiniert sind, können beachtliche Tiefstwerte erreicht werden, eine Schneedecke ist aber für wirklich tiefe Temperaturen essentiell, da auf diese Weise der Bodenwärmestorm unterbunden wird. So liegt auch die Wetterstation mit der bisher offiziell tiefsten gemessenen Temperatur an einem bewohnten Ort nicht ganz zufällig im Waldviertel: am 12.2.1929 sank das Quecksilber in Stift-Zwettl auf - 36,6 °C, ähnlich kalt war es im Februar 1956 mit -36,0 °C in Litschau. Im Mühlviertel ist der Frost in strengen Wintern im Vergleich zum Waldviertel milder. Angesichts der Messwerte unserer neuen Stationen im Thayatal und in Oberlainsitz, die in klaren Nächten teilweise noch deutlich frischer als eben genannte Orte (Zwettl, Litschau ..) sind, ist allerdings davon auszugehen, dass es in den letzten 80 Jahren irgendwo im Waldviertel auch -40°C oder noch weniger waren - nur hat es halt niemand gemessen. Besonders der Winter 1928/29 war sehr kalt, genauso wie einige der Kriegswinter in den 40er Jahren.  Der aktuelle Klimawandel führt allerdings dazu, dass solche extrem kalten Phasen immer seltener und schwächer werden, während Hitzewelle im Steigen begriffen sind. Die feuchtesten Gebiete im Waldviertel liegen im Westen bzw. im Südwesten, an der Grenze zu Oberösterreich (Freiwald [Karlstift], Weinsberger Wald) [Bärnkopf], hier fallen im Jahr etwa 800 bis 950 l/m², außerdem ist es hier mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von nur ca. 6 Grad auch am kühlsten. Die trockenste und gleichzeitig mildeste Gegend des Waldviertels befindet sich dagegen im Osten bzw. Nordosten (Kremser und Horner Raum), hier sind es jährlich nur mehr um die 500 l/m² bei einer Durchschnittstemperatur von ~ 10 °C. Summa summarum kann man also festhalten,  dass wir es großteils mit einem doch recht rauen Hochflächenklima zu tun haben, je weiter nach Westen, desto feuchter und kühler, je weiter nach Osten, desto milder und trockener (”Pannonisches Klima”) wird es. 
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   Das Waldviertler Klima                                                   
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